Lohnsteuer, Kirchensteuer, Soli & Einkommensteuer
5 Rechner rund um die Einkommensteuer auf einer Seite: Lohnsteuer nach Steuerklasse, Kirchensteuer nach Bundesland, Solidaritätszuschlag auf die Einkommensteuer, Einkommensteuer nach Grund- und Splittingtabelle sowie Progressionsvorbehalt (§ 32b EStG) für Elterngeld, ALG I & Co. Tab wählen, Werte eingeben — Ergebnis erscheint sofort.
Angaben zur Berechnung
Vorlage anklicken oder Werte einzeln anpassen — das Ergebnis wird automatisch berechnet.
Empfohlener Kirchensteuersatz: 9 %.
Mindert die Bemessungsgrundlage für Soli und Kirchensteuer (§ 51a EStG). Auf die Lohnsteuer selbst wirkt die Zahl nicht — nur mittelbar über den Pflegeversicherungs-Zuschlag für Kinderlose in der Vorsorgepauschale.
Berechnet nach dem amtlichen Programmablaufplan für den Lohnsteuerabzug 2026 (§§ 32a, 39b EStG), keine Steuerberatung. Angaben, die dieses Formular nicht abfragt — privat Versicherte, Freibeträge aus den ELStAM, der eigene Zusatzbeitrag — können das Ergebnis Ihrer Abrechnung verschieben; siehe „Was dieser Rechner nicht abbildet".
So wird gerechnet
Gerechnet wird nach dem amtlichen Programmablaufplan für den Lohnsteuerabzug 2026 (BMF-Schreiben vom 12.11.2025, IV C 5 - S 2361/00025/016/028) — nicht nach einer eigenen Näherung. Aus dem Bruttomonatslohn wird der Jahresbruttolohn gebildet. Davon zieht der Rechner den Arbeitnehmer-Pauschbetrag (1.230 €, § 9a EStG), den Sonderausgaben-Pauschbetrag (36 €, § 10c EStG) und die Vorsorgepauschale nach § 39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 3 EStG ab. Auf das verbleibende zu versteuernde Einkommen wendet er die Tarifformel des § 32a EStG an. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer werden separat auf eine um die Kinderfreibeträge geminderte Bemessungsgrundlage berechnet — das ändert nichts an der Lohnsteuer selbst.
Bis zum 16.09.2026 stand hier eine vereinfachte Vorsorgepauschale. Sie rechnete mit dem halben allgemeinen Krankenversicherungsbeitrag (7,3 %); der Programmablaufplan nimmt den ermäßigten (7,0 % plus halber Zusatzbeitrag). In den Steuerklassen I bis IV fiel die Lohnsteuer damals 3 bis 8 € im Monat zu niedrig aus, in Steuerklasse VI bis zu 48 %. Eine Mindestvorsorgepauschale kennt der Programmablaufplan 2026 nicht mehr.
| Steuerklasse | Berechnung nach dem Programmablaufplan |
|---|---|
| I, IV | Tarifformel § 32a EStG direkt auf das zu versteuernde Einkommen |
| II | Wie I, zusätzlich Entlastungsbetrag für Alleinerziehende (4.260 €, § 24b EStG) |
| III | Splittingtabelle: Tarifformel auf die Hälfte des Einkommens, Ergebnis verdoppelt |
| V, VI | § 39b Abs. 2 Satz 7 EStG mit den Schwellen 14.071 / 34.939 / 222.260 € |
Was dieser Rechner nicht abbildet
6 Angaben, die der amtliche Abzug kennt und dieses Formular nicht abfragt
- Den eigenen Zusatzbeitrag der Krankenkasse. Gerechnet wird mit dem GKV-Durchschnitt 2026 von 2,9 %. Die Spanne reicht von rund 1,7 bis 3,5 %; das macht in der Lohnsteuer bis zu etwa 4 € im Monat aus. Wer seinen Satz kennt, bekommt im Brutto-Netto-Rechner die Krankenkasse zur Auswahl.
- Private Kranken- und Pflegeversicherung samt Arbeitgeberzuschuss. Der Rechner nimmt durchgehend gesetzliche Versicherung an.
- Befreiung von der Rentenversicherung (etwa berufsständische Versorgungswerke). Der Rentenanteil der Vorsorgepauschale wird immer angesetzt.
- Freibetrag und Hinzurechnungsbetrag aus den ELStAM — etwa ein eingetragener Werbungskosten-Freibetrag oder der Erhöhungsbetrag von 240 € je weiterem Kind in Steuerklasse II (§ 24b Abs. 2 Satz 2 i.V.m. § 39a Abs. 1 Satz 1 Nr. 4a EStG). Beide wirken erst über die Lohnsteuerkarte, nicht über den Tarif.
- Versorgungsbezüge und Altersentlastungsbetrag (§ 19 Abs. 2, § 24a EStG) sowie sonstige Bezüge wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld (§ 39b Abs. 3 EStG).
- Den Beitragsabschlag für mehrere Kinder unter 25 (0,25 Punkte je Kind ab dem zweiten bis fünften, § 55 Abs. 3 SGB XI). Er mindert die Vorsorgepauschale und erhöht damit die Lohnsteuer geringfügig; hier wird ohne ihn gerechnet.
Innerhalb dieser Grenzen stimmt das Ergebnis mit dem amtlichen Programmablaufplan auf den Cent überein — nachgemessen über 60.996 Fälle aus sechs Steuerklassen, fünf Zusatzbeitragssätzen, Sachsen und den übrigen Ländern, mit und ohne Kinderlosenzuschlag und über Bruttolöhne von 400 bis 12.000 €.
Angaben zur Kirchensteuer
Einkommensteuer, Bundesland und Konfession eingeben, das Ergebnis wird automatisch berechnet.
Frühere Berechnungen wiederherstellen. Bereits als PDF exportierte Einträge sind zur Sicherheit eingefroren — nicht mehr veränderbar, nur zur Ansicht.
Rechtsgrundlage: § 51a Einkommensteuergesetz i.V.m. dem Kirchensteuergesetz des jeweiligen Bundeslandes und dem Kirchensteuerbeschluss der zuständigen (Erz-)Diözese bzw. Landeskirche. Kirchensteuer-Hebesatz bundeseinheitlich 8 % in Bayern und Baden-Württemberg, 9 % in den übrigen 14 Bundesländern.
Besonderes Kirchgeld — Stufentabelle
Gilt bei glaubensverschiedener Ehe, wenn das Kirchenmitglied kein oder nur geringes eigenes Einkommen hat. Bemessungsgrundlage ist das gemeinsame zu versteuernde Einkommen der Ehepartner, Stand Steuerjahr 2025/2026 (Bemessungsgrenze seit 1.1.2025 bei 50.000 Euro). Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern erhebt kein besonderes Kirchgeld nach diesem Muster.
| Gemeinsames zu versteuerndes Einkommen | Kirchgeld/Jahr |
|---|---|
| 50.000 – 57.499 € | 96 € |
| 57.500 – 69.999 € | 156 € |
| 70.000 – 82.499 € | 276 € |
| 82.500 – 94.999 € | 396 € |
| 95.000 – 107.499 € | 540 € |
| 107.500 – 119.999 € | 696 € |
| 120.000 – 144.999 € | 840 € |
| 145.000 – 169.999 € | 1.200 € |
| 170.000 – 194.999 € | 1.560 € |
| 195.000 – 219.999 € | 1.860 € |
| 220.000 – 269.999 € | 2.220 € |
| 270.000 – 319.999 € | 2.940 € |
| ab 320.000 € | 3.600 € |
Was dieser Rechner nicht abbildet
5 Punkte zur Genauigkeit dieser Berechnung
- Keine eigene Einkommensteuer-Berechnung aus dem zu versteuernden Einkommen — die festgesetzte Einkommensteuer muss aus dem Steuerbescheid übernommen werden.
- Der genaue Kappungsbetrag wird nicht automatisch berechnet, da Kappungssatz und Antragspflicht je Bundesland und Konfession unterschiedlich geregelt sind (siehe Hinweisbox im Ergebnis).
- Kein Sonderausgabenabzug: Kirchensteuer und Kirchgeld mindern als Sonderausgabe das zu versteuernde Einkommen, dieser Rückeffekt wird hier nicht berechnet.
- Keine Berücksichtigung von Kinderfreibeträgen bei der Kirchgeld-Bemessungsgrundlage.
- Konfessionsverschiedene Ehe (beide Partner Kirchenmitglied, unterschiedliche Konfession) wird nicht abgebildet — dort gilt der Halbteilungsgrundsatz.
Dieser Rechner ersetzt keine Steuerberatung. Alle Berechnungen laufen ausschließlich in Ihrem Browser, es werden keine Daten an einen Server übertragen; Eingaben bleiben auf diesem Gerät.
Werte eingeben
Veranlagungsart wählen, festgesetzte Einkommensteuer eintragen — Ergebnis erscheint sofort.
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Über dieses Werkzeug
Der Solidaritätszuschlag ist eine Ergänzungsabgabe zur Einkommensteuer nach dem Solidaritätszuschlaggesetz 1995 (SolZG 1995). Seit 2021 gilt eine deutlich angehobene Freigrenze: Unterhalb eines bestimmten ESt-Betrags fällt kein Soli an, darüber greift zunächst eine Milderungszone mit reduziertem Satz, bevor ab einer höheren Schwelle die vollen 5,5 % der Bemessungsgrundlage erhoben werden. Grund- und Splittingtabelle haben unterschiedliche Freigrenzen. Alle Berechnungen laufen ausschließlich in Ihrem Browser.
Was dieser Rechner nicht abbildet
4 Punkte zur Genauigkeit dieser Berechnung
- Auf Kapitalerträge, die der Abgeltungsteuer unterliegen (§ 32d Abs. 3/4 EStG), wird der Soli weiterhin ohne Freigrenze und ohne Milderungszone mit vollen 5,5 % erhoben — dieser Rechner bildet ausschließlich den Soli auf die veranlagte Einkommensteuer ab.
- Kirchensteuer wird nicht berücksichtigt und hat keinen Einfluss auf die Soli-Berechnung.
- Grundlage ist die bereits festgesetzte Einkommensteuer — dieser Rechner ermittelt keine Einkommensteuer aus Bruttoeinkommen.
- Das Gesetz sieht eine Abrundung auf volle Cent vor; bei sehr großen oder sehr kleinen Beträgen sind zusätzlich Rundungsdifferenzen durch die Fließkomma-Arithmetik des Browsers möglich.
Alle Berechnungen laufen ausschließlich in Ihrem Browser, es werden keine Daten an einen Server übertragen; Eingaben bleiben auf diesem Gerät.
Angaben zur Einkommensteuer
Veranlagungsart wählen und zu versteuerndes Einkommen eingeben, das Ergebnis wird automatisch berechnet.
Frühere Berechnungen wiederherstellen. Bereits als PDF exportierte Einträge sind zur Sicherheit eingefroren — nicht mehr veränderbar, nur zur Ansicht.
Rechtsgrundlage: § 32a Einkommensteuergesetz (Einkommensteuertarif), Fassung für den Veranlagungszeitraum 2026 nach Art. 2 Steuerfortentwicklungsgesetz (BGBl. 2024 I Nr. 449). Quelle: gesetze-im-internet.de/estg/__32a.html.
Tarifzonen nach § 32a EStG
Der Einkommensteuertarif verläuft in fünf Zonen vom Grundfreibetrag (0 %) über zwei linear-progressive Zonen bis zur Proportionalzone (42 %) und der Reichensteuerzone (45 %). Die aktuelle Zone ist hervorgehoben.
| Zone | zvE-Bereich (Grundtabelle) | Grenzsteuersatz |
|---|---|---|
| Nullzone (Grundfreibetrag) | bis 12.348 € | 0 % |
| 1. Progressionszone | 12.349 – 17.799 € | 14,0 – 24,0 % |
| 2. Progressionszone | 17.800 – 69.878 € | 24,0 – 42,0 % |
| Proportionalzone | 69.879 – 277.825 € | 42,0 % |
| Reichensteuerzone | ab 277.826 € | 45,0 % |
Bei der Splittingtabelle gelten die doppelten zvE-Grenzen (z.B. Grundfreibetrag bis 24.696 €), da die Steuer auf das halbierte gemeinsame Einkommen berechnet und anschließend verdoppelt wird.
Was dieser Rechner nicht abbildet
5 Punkte zur Genauigkeit dieser Berechnung
- Keine Ermittlung des zu versteuernden Einkommens selbst — Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Freibeträge müssen bereits berücksichtigt sein (Eingabe = fertiges zvE laut Steuerbescheid).
- Kein Solidaritätszuschlag — dafür den separaten Solidaritätszuschlag-Rechner nutzen.
- Kirchensteuer wird nur grob geschätzt (Hebesatz × Einkommensteuer), ohne Kappungsgrenze oder besonderes Kirchgeld — dafür den Kirchensteuer-Rechner nutzen.
- Keine Kinderfreibetrag-Günstigerprüfung (Vergleich mit Kindergeld) und keine abweichenden Tarife für Land- und Forstwirtschaft (§ 32c EStG) oder besondere Einkünfte (§ 34 EStG, Fünftelregelung).
- Rundung auf volle Euro erfolgt nach der hinterlegten Tariflogik je Tarifzone, kleine Rundungssprünge an Zonengrenzen sind amtlich üblich und keine Rechenfehler.
Dieser Rechner ersetzt keine Steuerberatung. Alle Berechnungen laufen ausschließlich in Ihrem Browser, es werden keine Daten an einen Server übertragen; Eingaben bleiben auf diesem Gerät.
Angaben zur Berechnung
Vorlage anklicken oder Werte einzeln anpassen — das Ergebnis wird automatisch berechnet.
Bei Zusammenveranlagung wird der besondere Steuersatz nach dem Splittingverfahren auf das gemeinsame Einkommen ermittelt (§ 32a Abs. 5 EStG).
Nur zur Anzeige — § 32b EStG behandelt alle genannten Leistungen für die Steuersatzermittlung gleich, es gibt keine unterschiedliche Formel.
Begründung:
Näherungsweise Berechnung nach § 32b EStG, keine Steuerberatung. Für rechtsverbindliche Werte die Steuererklärung mit ELSTER oder einen Steuerberater konsultieren.
So wird gerechnet
Der Rechner bildet zunächst das Berechnungseinkommen aus dem zu versteuernden Einkommen plus der bezogenen Lohnersatzleistung (§ 32b Abs. 2 Nr. 1 EStG) — die Leistung wird dem Einkommen also nur fiktiv zur Steuersatzermittlung hinzugerechnet, nicht real versteuert. Auf dieses Berechnungseinkommen wird die Steuer nach dem Einkommensteuertarif (§ 32a EStG, Grund- oder Splittingtabelle) ermittelt und daraus der besondere (fiktive) Durchschnittssteuersatz berechnet. Dieser höhere Steuersatz wird anschließend auf das tatsächliche zu versteuernde Einkommen — ohne die Leistung — angewendet. Der Vergleich mit der Steuer, die ohne Progressionsvorbehalt auf das normale zvE mit dessen eigenem, niedrigerem Durchschnittssteuersatz anfiele, ergibt die Mehrsteuer durch den Progressionsvorbehalt.
| Schritt | Berechnung |
|---|---|
| 1. Berechnungseinkommen | zvE + Lohnersatzleistung |
| 2. Steuer auf Berechnungseinkommen | nach § 32a EStG (Grund- oder Splittingtabelle) |
| 3. Besonderer Steuersatz | Steuer auf Berechnungseinkommen ÷ Berechnungseinkommen |
| 4. Steuer mit Progressionsvorbehalt | zvE (ohne Leistung) × besonderer Steuersatz |
| 5. Steuer ohne Progressionsvorbehalt | zvE (ohne Leistung) nach § 32a EStG, eigener Satz |
| 6. Mehrsteuer | Steuer mit − Steuer ohne Progressionsvorbehalt |
Häufige Fragen
Wie wird die Lohnsteuer berechnet?
Der Rechner folgt dem amtlichen Programmablaufplan für den Lohnsteuerabzug 2026: Er rechnet den Bruttomonatslohn auf das Jahr hoch, zieht den Arbeitnehmer-Pauschbetrag, den Sonderausgaben-Pauschbetrag und die Vorsorgepauschale nach § 39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 3 EStG ab und wendet auf das verbleibende zu versteuernde Einkommen die Tarifformel nach § 32a EStG an — in Steuerklasse III als Splitting, in den Steuerklassen V und VI nach § 39b Abs. 2 Satz 7 EStG.
Warum ändert der Kinderfreibetrag nicht meine Lohnsteuer?
Beim laufenden Lohnsteuerabzug wirkt sich der Kinderfreibetrag nur auf die Bemessungsgrundlage von Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer aus (§ 39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 4, § 51a EStG). Die Lohnsteuer selbst bleibt unverändert — ob der Kinderfreibetrag hier günstiger ist als das Kindergeld, prüft erst das Finanzamt bei der Einkommensteuer-Veranlagung automatisch (Günstigerprüfung).
Ab wann zahle ich Solidaritätszuschlag?
Seit 2021 gibt es eine Freigrenze: Bleibt die für den Soli maßgebende Jahreslohnsteuer darunter, fällt kein Soli an. Zwischen Freigrenze und einer weiteren Schwelle gilt eine Milderungszone mit reduziertem Satz, erst darüber der volle Satz von 5,5 %. Dadurch zahlen die meisten Angestellten inzwischen keinen oder nur reduzierten Soli.
Wie hoch ist die Kirchensteuer auf die Lohnsteuer?
Der Kirchensteuersatz beträgt 8 % in Bayern und Baden-Württemberg und 9 % in allen übrigen Bundesländern. Bemessungsgrundlage ist — wie beim Solidaritätszuschlag — nicht die volle Lohnsteuer, sondern die um die Kinderfreibeträge geminderte Bemessungsgrundlage.
Ist das Ergebnis exakt wie auf meiner Gehaltsabrechnung?
Nein. Dieser Rechner liefert eine fachlich fundierte Näherung nach der amtlichen Tarifformel, ersetzt aber nicht den vollständigen amtlichen Programmablaufplan (PAP) des Bundesfinanzministeriums, den Lohnabrechnungs-Software verwendet. Für exakte, rechtsverbindliche Werte nutzen Sie bitte das Lohnsteuer-Programm Ihres Arbeitgebers oder einen Steuerberater.
Wie hoch ist der Kirchensteuer-Hebesatz?
8 % der festgesetzten Einkommensteuer in Bayern und Baden-Württemberg, 9 % in den übrigen 14 Bundesländern. Diese Sätze stehen allerdings nicht im Gesetz: das Landeskirchensteuergesetz setzt nur eine Obergrenze — Art. 8 des Bayerischen Kirchensteuergesetzes etwa deckelt den Umlagesatz bei 10 %. Den geltenden Satz beschließt die zuständige (Erz-)Diözese oder Landeskirche selbst im Kirchensteuerbeschluss, den das Land anerkennt. Wer es für seinen eigenen Fall genau wissen will, findet den Satz im Steuerbescheid oder bei der eigenen Kirchengemeinde.
Was ist besonderes Kirchgeld bei glaubensverschiedener Ehe?
Es gilt bei glaubensverschiedener Ehe, wenn das Kirchenmitglied kein oder nur geringes eigenes Einkommen hat. Bemessungsgrundlage ist das gemeinsame zu versteuernde Einkommen der Ehepartner, erst ab 50.000 Euro (Bemessungsgrenze seit 1.1.2025).
Welche Kirche erhebt kein besonderes Kirchgeld?
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern erhebt kein besonderes Kirchgeld nach diesem Muster.
Was bedeutet die Kappung der Kirchensteuer?
Bei hohen Einkommen kann die Kirchensteuer auf Antrag auf einen bestimmten Prozentsatz des zu versteuernden Einkommens gedeckelt werden. Kappungssatz und Antragspflicht sind je Bundesland und Konfession unterschiedlich geregelt, der genaue Betrag wird von diesem Rechner nicht automatisch berechnet.
Mindert Kirchensteuer das zu versteuernde Einkommen?
Ja, Kirchensteuer und Kirchgeld mindern als Sonderausgabe das zu versteuernde Einkommen. Dieser Rückeffekt wird von diesem Rechner nicht berechnet.
Wie hoch ist die Freigrenze beim Solidaritätszuschlag?
20.350 € festgesetzte Einkommensteuer bei der Grundtabelle, 40.700 € bei der Splittingtabelle (§ 3 Abs. 3 SolZG 1995). Unterhalb dieser Beträge fällt kein Soli an.
Was ist die Milderungszone beim Soli?
Oberhalb der Freigrenze wird der Soli zunächst mit 11,9 % des Unterschiedsbetrags zur Freigrenze berechnet (§ 4 SolZG 1995), gedeckelt auf maximal 5,5 % der vollen Einkommensteuer — erst ab einer höheren Schwelle greift der volle Regelsatz.
Wie hoch ist der reguläre Soli-Satz?
5,5 % der festgesetzten Einkommensteuer, sobald die Milderungszone den vollen Satz erreicht (§ 3 Abs. 1 SolZG 1995).
Gilt die Soli-Freigrenze auch für Kapitalerträge?
Nein. Auf Kapitalerträge, die der Abgeltungsteuer unterliegen (§ 32d Abs. 3/4 EStG), wird der Soli weiterhin ohne Freigrenze und ohne Milderungszone mit vollen 5,5 % erhoben.
Wird Kirchensteuer beim Soli berücksichtigt?
Nein, Kirchensteuer wird nicht berücksichtigt und hat keinen Einfluss auf die Soli-Berechnung.
Wie hoch ist der Grundfreibetrag 2026?
12.348 Euro für Einzelveranlagte (Grundtabelle) und 24.696 Euro für gemeinsam veranlagte Ehepaare bzw. eingetragene Lebenspartner (Splittingtabelle) nach § 32a Abs. 1 und 5 EStG. Bis zu diesem zu versteuernden Einkommen fällt keine Einkommensteuer an.
Wie funktioniert die Splittingtabelle?
Beim Splittingverfahren wird das gemeinsame zu versteuernde Einkommen der Ehepartner bzw. Lebenspartner halbiert, die Steuer nach dem Grundtarif auf diese Hälfte berechnet und anschließend verdoppelt (§ 32a Abs. 5 EStG). Das senkt die Steuerlast vor allem, wenn beide Partner unterschiedlich hohe Einkommen haben.
Was ist der Unterschied zwischen Durchschnitts- und Grenzsteuersatz?
Der Durchschnittssteuersatz ist die gesamte Einkommensteuer im Verhältnis zum zu versteuernden Einkommen. Der Grenzsteuersatz zeigt, mit wie viel Prozent der nächste zusätzlich verdiente Euro besteuert wird — durch die Progression steigt er stufenweise von 14 % auf 45 %.
Ist die Kirchensteuer in diesem Ergebnis enthalten?
Nein. Kirchensteuer wird als eigener Zuschlag zur festgesetzten Einkommensteuer erhoben (8 % in Bayern und Baden-Württemberg, 9 % in den übrigen 14 Bundesländern). Für die genaue Kirchensteuer inkl. Kappungs-Hinweis nutzen Sie den separaten Kirchensteuer-Rechner.
Was bildet dieser Rechner nicht ab?
Keine Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen oder Freibeträge, die das zu versteuernde Einkommen erst ermitteln, keinen Solidaritätszuschlag, keine Kirchensteuer und keine Kinderfreibetrag-Günstigerprüfung. Eingabe ist das bereits ermittelte zu versteuernde Einkommen laut Steuerbescheid bzw. Vorjahresunterlagen.
Was ist der Progressionsvorbehalt nach § 32b EStG?
Der Progressionsvorbehalt sorgt dafür, dass bestimmte steuerfreie Leistungen wie Elterngeld, Arbeitslosengeld I, Kurzarbeitergeld oder Krankengeld zwar selbst nicht besteuert werden, aber bei der Ermittlung des persönlichen Steuersatzes berücksichtigt werden. Dazu wird die Leistung dem zu versteuernden Einkommen fiktiv hinzugerechnet, der Steuersatz auf diese Summe ermittelt und anschließend auf das tatsächliche zu versteuernde Einkommen (ohne die Leistung) angewendet — das Ergebnis ist meist eine höhere Steuer als ohne den Leistungsbezug.
Muss ich Elterngeld in der Steuererklärung angeben?
Ja. Elterngeld ist zwar steuerfrei, muss aber in der Anlage N der Steuererklärung als Lohnersatzleistung angegeben werden, damit das Finanzamt den Progressionsvorbehalt nach § 32b EStG berechnen kann. Wer mehr als 410 € Elterngeld im Kalenderjahr erhalten hat, ist nach § 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG sogar zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.
Erhöht Arbeitslosengeld I meine Steuer auf das übrige Einkommen?
Arbeitslosengeld I selbst bleibt steuerfrei, es zählt aber ebenfalls zu den in § 32b Abs. 1 EStG genannten Progressionsvorbehalt-Leistungen. Wurde im selben Jahr noch anderweitiges zu versteuerndes Einkommen erzielt (z. B. aus einer Beschäftigung vor oder nach der Arbeitslosigkeit), steigt der Steuersatz auf dieses Einkommen entsprechend.
Ab wann besteht eine Pflicht zur Steuererklärung wegen Lohnersatzleistungen?
Nach § 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG besteht eine Pflichtveranlagung, sobald die dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Leistungen (Elterngeld, Arbeitslosengeld I, Kurzarbeitergeld, Krankengeld, Mutterschaftsgeld u. Ä.) zusammen mehr als 410 € im Kalenderjahr betragen. Da viele dieser Leistungen diese Grenze bereits nach wenigen Wochen überschreiten, betrifft die Abgabepflicht die meisten Bezieherinnen und Bezieher.
Betrifft der Progressionsvorbehalt auch Kurzarbeitergeld und Krankengeld?
Ja. Kurzarbeitergeld, Krankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld, Insolvenzgeld und Mutterschaftsgeld sind in § 32b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG ausdrücklich als dem Progressionsvorbehalt unterliegende Leistungen genannt und werden für die Steuersatzermittlung genauso behandelt wie Elterngeld oder Arbeitslosengeld I.
Wirkt sich der Progressionsvorbehalt bei Ehepaaren mit Splittingverfahren anders aus?
Bei zusammen veranlagten Ehepaaren wird das gemeinsame zu versteuernde Einkommen um die Lohnersatzleistung erhöht, der Steuersatz nach dem Splittingverfahren (§ 32a Abs. 5 EStG) auf die Hälfte dieser Summe ermittelt und verdoppelt. Da sich die Leistung eines Partners auf den Steuersatz des gesamten Ehepaar-Einkommens auswirkt, kann die Mehrsteuer bei Zusammenveranlagung spürbar höher ausfallen als bei getrennter Veranlagung.